MASTERS OF SPEED | RALLYE SCHOOL
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Das Angebot an Oldtimer – Veranstaltungen, entweder als entspannte Ausfahrt oder als anspruchsvollere Rallye, wächst von Jahr zu Jahr. Insbesondere Rallyes mit Gleichmäßigkeitswertungen gewinnen dabei immer mehr an Bedeutung.

Masters of Speed ist Partner und Ausrüstern von einigen der angesagtesten Rallyes Europas. Da viele Oldtimer – Freunde schrecken aber vor einer Teilnahme zurück, da Sie „aufwendige Rechnereien“, die Notwendigkeit umfangreicher Ausrüstungen und daher mehr Stress als Freude befürchten.

Gründete das Masters of Speed Team die die MoS Rallye School um den Interessierten diese Ängste vor Gleichmäßigkeits-Rallyes zu nehmen, und die wichtigstes Tipps und Tricks zu verraten.

 

Worin besteht nun eine Oldtimer-Rallye im Wesentlichen ?

  • Befahren einer vorgegebenen Strecke in mehreren Etappen mit Zeitkontrollen, wobei innerhalb dieser Etappen Sonderprüfungen zu absolvieren sind:
  • Überprüfung des „Zeitgefühl`s“ eines Teams ( ́Timing-Prüfung ́)
  • Überprüfung der Einhaltung einer geforderten Durchschnittsgeschwindigkeit auf einem 
de nierten Streckenabschnitt innerhalb einer Etappe ( ́Schnitt-Prüfung ́).

 

 

 

 

 

Was benötigt man außer einem Oldtimer bzw. Youngtimer ? 
• Stylische Masters of Speed outfit
• Vorbereitung

  • Fahrgefühl
  • Konzentration
  • Geduld
  • Erfahrung
  • Guter Co-Pilot

 

 

Ausrüstung

Die folgende Mindestausrüstung sollte man dabei haben:

  • Funkuhr, soweit vom Veranstalter zugelassen (mit Sekundenangabe – normalerweise ist die Veranstalterzeit die Funkuhrzeit), zumindest jedoch eine einfach einstellbare Borduhr. Grundsätzlich gilt: „Veranstalterzeit = verbindliche Zeit !“ , daher sollte man diese mit der eigenen Uhr abgleichen.
  • 1 – 2 Stoppuhren (mechanisch oder elektronisch), idealer weise mit folgenden Funktionen: a ) Schleppzeiger oder Split (Zwischenzeit) – Funktion
b ) Count–Down Einstellung oder eigene Count-Down – Uhr, auf Sekunden, ev. sogar auf 100-stel-Sekunden voreinstellbar 
c ) bei einigen Rallyes werden auch nur analoge Uhren zugelassen
  • Wegstreckenzähler (zumindest Tages – km – Zähler, besser: Tripmaster mit Genauigkeit auf 10 m)
  • Roadbook
  • Durchführungsbestimmungen
  • Startkarte bzw. Bordkarte
  • SCHNITT-TABELLEN
  • Taschenrechner  (iPhone)
  • Klemmbrett als Arbeitsunterlage
  • Landkarte der Rallye-Strecke (Maßstab 1:200.000 oder 1:150.000)
  • Taschenlampe für Nacht-Etappen
  • Reserve-Batterien
  • Stifte, Klebebänder, Notizzettel, Papier etc.
  • bei „durstigen“ Autos: Reservebenzinkanister und Motoröl
  • Getränke
  • Masters of Speed Pro-Tech Outfit

 

Erstellen Sie einmalig eine persönliche „Check-Liste“, die Sie vor jeder Veranstaltung durchgehen; dies erspart unnötigen Stress im Zuge der weiteren Vorbereitungen. 
Alle Utensilien sollten so verstaut werden, dass sie sofort griffbereit sind und nicht behindern (gilt vor allem in Sonderprüfungen!). Grundsätzlich sollte man sich überlegen, was man ständig benötigt, was man als Reserve mitführt und was man nur hin und wieder braucht (z. B. im Kofferraum oder auf Rückbank), achten Sie daher wenn möglich auf die „Optimierung“ Ihrer Ablagemöglichkeiten.

 

 

Kalibrieren des Wegstreckenzählers (=Tripmaster)

a) Auf der Autobahn, Bundes- oder Landesstraße mit KM-Tafeln: Über eine Strecke von ca. 10 km kalibrieren. Auch die Abweichung des Tages-km-Zählers ist so zu ermitteln (eine Tachoabweichung von bis zu 5 % ist normal).

Auf der Referenzstrecke: Idealerweise sollte der Veranstalter eine Referenzstrecke angeben. Beim Abfahren dieser Strecke notieren Sie die Distanz(en) des Veranstalters, sowie die Anzeige(en) Ihres Tripmasters oder Kilometerzählers. Anschließend wird jener Faktor ermittelt (in Prozent oder Promille), um den Ihre km-Anzeige von jener des Veranstalters abweicht. Mit diesem Faktor korrigieren Sie die Distanzangaben im Roadbook (was wird mein km-Zähler oder Tripmaster beim Wegpunkt xy tatsächlich anzeigen?) und auch die von Ihnen zu fahrende Schnittgeschwindigkeit in Sonderprüfungen (welche Tabelle nehme ich für den of ziell verlangten Schnitt von z.B. 45 km/h?)

 

Das Rechnen ist einfach, es gibt mehrere Formeln:
Für Distanz-Korrekturen benötigen Sie nur zwei km-Werte, nämlich jene des Veranstalters und die von Ihnen gemessene.
Beispiel:
Referenzstrecke des Veranstalters:
Eigene Tripmasterangabe:
Formel:

Ergebnis: Faktor beträgt 1,02 (gerundet). Um diesen Faktor zeigt Ihr Tripmaster zuviel an. Sollten Sie z.B. laut Roadbook bei 100,33 km rechts abbiegen, so würde Ihr Tripmaster bereits 100,33 x 1,02 = 102,33 (!) km anzeigen. In Prozent ausgedrückt: 2%. Das Beispiel soll auch zeigen, wie sich auf längeren Strecken scheinbar kleine Abweichungen zu beträchtlichen Distanzunterschieden aufschaukeln können. Sollte Ihr Tripmaster beim Kalibrieren weniger anzeigen, also TD kleiner als OD, erhalten Sie natürlich eine Korrekturfaktor kleiner als 1 (eins), damit „verringert“ sich die laut Tripmaster zu fahrende Distanz gegenüber der Roadbook-Kilometrierung.

 

Für Schnitt-Korrekturen brauchen Sie außerdem die zu fahrende Schnittgeschwindigkeit Beispiel:

Referenzstrecke des Veranstalters: Eigene Tripmasterangabe: Sonderprüfungsschnitt:
Formel:

oder:

10,55 km (offizielle Distanz = OD) 10,76 km (Tripmaster-Distanz = TD) 47,5 kmh
TD : OD x Schnitt

10,76 : 10,55 x 47,5 = 48,45 kmh Schnitt : OD x TD = neuer Schnitt 47,50 kmh : 10,55 x 10,76 = 48,45 kmh

10,55 km 10,76 km TD : OD

(offizielle Distanz = OD) (Tripmaster-Distanz = TD) 10,76 : 10,55 = 1,0199

Ergebnis: 48,45 kmh. Sie sollten – aufgrund Ihrer Kilometer-Abweichung einen höheren Schnitt wählen, als offiziell verlangt wird. Bleiben Sie nämlich mit Ihrer Kilometerabweichung auf dem offiziellen Schnitt, werden Sie entlang der gesamten Sonderprüfung laufend einen Zeitrückstand aufbau- en. Selbst wenn Sie hellseherisch wüssten, dass beim offiziellen km 10,00 die (geheime) Lichtschranke steht, Ihr Kilometerzähler hätte in unserem Beispiel bereits weit vorher km 10,00 angezeigt. Bei „Ihrem“ km 10,00 stimmt vielleicht die Durchfahrtszeit, beim „offiziellen“ km 10,00 sind Sie dann aber „zu spät dran“. Analoges gilt auch für Tripmaster, die zu wenig anzeigen. In diesem Fall müsste der Schnitt reduziert werden.

 

 

Schlussbemerkung

Bei all diesen Tipps und Tricks sollte man aber nicht vergessen, dass die echte Freude dabei das Fahren mit unseren herrlichen Oldies ist und dass wir dabei viele Gleichgesinnte treffen. Sollten Sie daher etwas Herausforderung suchen, dann nehmen Sie neben der einen oder anderen Ausfahrt an einer Oldtimer-Rallye teil. Lernen Sie Gegenden kennen, die Sie sonst nie „erfahren“ hätten. Ein allfälliger Erfolg was auch immer dies für Sie bedeutet ist dann die angenehme Begleiterscheinung.

 

Dein MoS Team